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Nonkonformisten – Adam Grant

Adam Grant, Professor für Organisationspsychologie an der Wharton School of Business, hat ein großes Anliegen: Den Menschen zu zeigen, wie sie ihr kreatives Potenzial besser ins Spiel bringen, Verbündete gewinnen und den richtigen Zeitpunkt zum Handeln wählen. Dabei mischt Grant aktuelle Forschungsergebnisse mit Geschichten über berühmte Querdenker und bürstet traditionelle Überzeugungen gegen den Strich.

Adam Grant Nonkonformisten Buchbesprechung

Ein Beispiel gefällig? Aufschieberitis ist schlecht, denn es führt zu Stress und suboptimalen Ergebnissen – sagt man. Keine Panik, sagt Adam Grant. Die originellsten Denker und Erfinder der Menschheitsgeschichte waren „Prokastinierer“. Leonardo da Vinci brauchte beispielsweise für die Mona Lisa fünfzehn Jahre und Das letzte Abendmahl war erst nach zwölf Jahren fertiggestellt.

Extrem erfolgreiche Gründer und Innovatoren sind hochgradig risikofreudig? Nein, sagt Grant, das Gegenteil ist der Fall. Oftmals sind sie ganz schöne Hasenfüße. Die Google Gründer Sergey Brin und Larry Page wollten ihre Suchmaschine beispielsweise in einem frühen Stadium günstig verkaufen und lieber eine sichere Karriere an der Universität machen – bloß fanden sie keinen Käufer.

„Nonkonformisten: Warum Originalität die Welt bewegt“ ist ein angenehm zu lesendes Buch, das für Aha-Momente sorgt. Getragen von der optimistischen Grundhaltung: Niemand muss ein Superheld sein, um Originelles leisten zu können!

Wenn du kreativer und innovativer sein willst, dann ist „Nonkonformisten: Warum Originalität die Welt bewegt“ ein passendes Buch für dich. Leider lässt das Buch gegen Ende stark nach und der Lesefreundlichkeit hätte es gut getan, wenn das Lektorat den Mut gehabt hätte, die 350 Seiten zu straffen.

 

Hier vier Inspirations-Nuggets aus "Nonkonformisten: Warum Originalität die Welt bewegt"


Quantität bringt Qualität

"Nach landläufiger Meinung sieht der Zusammenhang zwischen Quantität und Qualität so aus, dass bessere Arbeit nicht durch ein Mehr, sondern durch ein Weniger entsteht, aber das stimmt einfach nicht. Tatsächlich ist für die Hervorbringung von Ideen die Quantität der verlässlichste Weg zur Qualität. 'Originelle Denker', merkt der Stanford-Professor Robert Sutton hierzu an, 'lassen sich viele Ideen einfallen, die seltsame Mutationen sind, Sackgassen und totale Fehlschläge. Aber dieser Preis ist es wert, weil sie auch einen größeren Pool von Ideen erzeugen - vor allem neuartige Ideen'."

Die besten Ansprechpartner für deine Ideen

"Nicht die Netten und Zugänglichen bieten uns die besten Chancen für unsere Anliegen, sondern Leute, die sich durch Originalität bewiesen haben. Manager, die regelmäßig den Status quo herausfordern, sind nachweislich offener für neue Ideen und fühlen sich durch Initiativen anderer nicht so leicht bedroht. Verbesserungen im Unternehmen sind ihnen wichtiger, als alles so zu lassen, wie es ist. Sie sind motiviert, es voranzubringen, das heißt, sie sind nicht so loyal, einfach über das hinwegzusehen, was nicht so gut läuft."

Abweichende Meinungen sind immer hilfreich

"'Die Ansichten der Minderheit sind wichtig, nicht weil sie sich tendenziell durchsetzen, sondern weil sie die Aufmerksamkeit und das Denken stimulieren und in neue Bahnen lenken', meint die Psychologin Charlan Nemeth, eine herausragende Expertin zum Thema Diskussion in Gruppendiskussion. 'Auch wenn sie nicht richtigliegen, leisten sie einen Beitrag, neue Lösungen zu finden und alles in allem letztlich bessere Entscheidungen zu treffen.' Merke: Abweichende Meinungen sind auch dann hilfreich, wenn sie falsch sind."

Kein Wunderkind? Kein Problem!

"Wunderkinder sind zwar oft talentiert und ehrgeizig, aber da sie nicht lernen, sich zu schöpferischen Persönlichkeiten zu entwickeln, bringen sie die Welt nicht voran. Auch wenn sie in der Carnegie Hall auftreten, Wettbewerbe wie »Jugend forscht« gewinnen oder Schachmeister werden - die tragische Wahrheit lautet: Übung macht zwar den Meister, schafft aber nichts Neues. Die Begabten lernen, wunderbare Melodien von Mozart und Symphonien von Beethoven zu spielen, aber sie komponieren keine eigenen Stücke. Sie konzentrieren all ihre Energie darauf, sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse anderer anzueignen, statt Neues zu generieren. Sie passen sich vorgegebenen Spielregeln an, statt die Regeln ihres eigenen Spiels aufzustellen. Dabei erstreben sie das Lob ihrer Eltern und die Bewunderung ihrer Lehrer."

Wenn dir "Nonkonformisten" von Adam Grant gefällt, werden dir auch "Kreativität & Selbstvertrauen" von David u. Tom Kelley und "Big Magic" von Elizabeth Gilbert gefallen. Hier geht es zurück zur Übersicht der besten Wirtschaftsbücher.

DIE 99 BESTEN WIRTSCHAFTSBÜCHER

Ich bin Peter Kreuz: Herausgeber dieser Seite, Unternehmer, Spiegel-Bestsellerautor und Gründer von Rebels at Work. In meinen Büchern und Vorträgen zeige ich, wie Führungskräfte und ihre Teams erfolgreich durch ein Umfeld der Disruption, Digitalisierung und Komplexität navigieren können und sich fit für die Zukunft machen. Mein aktuelles Buch: Vergeude keine Krise!

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